Inflationsrate in der Europäischen Union

Von 2010 bis 03/2021

17/05/2021

Die Vergangenheit hat uns gelehrt: Das Geld verliert jedes Jahr ein wenig Wert.
Da wir uns alle in Europa befinden und die Inflation gravierende Folgen für unsere nächsten Generationen haben kann, haben wir recherchiert, wie die Inflationsrate für die Verbraucher im Europäischen Raum aussieht.

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Inflationsrate in der Europäischen Union vom Jahr 2010 bis März - 2021.

Inflationsrate in der Europäischen Union von 2010 bis 2021 - Auswertung

Bilder sprechen mehr als 1.000 Worte - Deswegen ist der Verlauf der Inflationsrate am einfachsten in einer Grafik darzustellen. Unter der Grafik gehen wir näher auf den Aufbau dieser Grafik ein. Bitte bedenken Sie jedoch vorab, dass sich die Auswertung für die Inflationsrate der Europäischen Union auf den Verbraucherpreisindex bezieht und jeweils die Rate im Vergleich zum Vorjahr aufzeigt:

Inflationsrate der Europäoschen Union

Quelle: de.statista.com

Wie genau setzt sich die Grafik zusammen?

Auf vertikalen Achse finden Sie eine Prozentangabe, auf der horizontalen Achse finden Sie das jeweilige Jahr. Wie oben beschrieben bezieht sich die jeweilige Prozentabgabe für das Jahr immer jeweils auf das Vorjahr.
Die Inflationsrate  zeigt hier die Veränderungen der Kosten für einen bestimmten Warenkorb. Der Warenkorb beinhaltet eine Auswahl an Waren und Dienstleistungen, welche für den Endverbraucher relevant sind. Sie

Was sagt uns diese Auswertung?

Die Auswertung zeigt uns, dass die Inflationsrate der europäischen Union bisher in jedem Jahr gestiegen ist. Es gab kein Jahr, an dem die Inflationsrate in Europa mal zurück gegangen ist. Berücksichtigt man die Auswirkungen des Corona Virus, so ist zu erwarten, dass die Inflationsrate auch in den kommenden Jahren weiter  bestehen bleibt. Der Grund dafür ist, dass es bereits jetzt schon aufgrund der "unwirtschaftlichen Zeit" viele 

Was sind die Gründe für die Inflation?

Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ändert sich

Eine der Grundregel für die Definition von Preisen hat sich seit hunderten von Jahren nicht geändert: Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt den Preis.

Äußere Umstände können unter anderem dazu führen, dass die Nachfrage der Verbraucher nach einem gewissen Gut/ Angebot  steigt.
Nehmen wir als Beispiel die Corona Pandemie. In der Corona Pandemie wurden aufgrund des Lockdowns wesentlich mehr elektronische Geräte wie Laptops, Grafikarten und Fernseher benötigt. Diese erhöhte Nachfrage führt dazu, dass die Angebotsseite Ihre Produktion nicht entsprechend darauf ausrichten und erweitern kann. Dadurch entsteht eine höhere Nachfrage für ein Gut. Das Gut ist aber genau so vorrätig vorhanden, wie vor der höheren Nachfrage. In solch einem Fall steigt die Nachfrage, aber das Angebot bleibt gleich. Dadurch werden sich dann höchstwahrscheinlich die Preise für das jeweilige Angebot erhöhen.

Die Preiserhöhung wiederum hat Auswirkungen auf die Inflation. Allerdings nur dann, wenn die Verbraucher für das Bedürfnis nicht auf andere Produkte zurückgreifen können.

Steigende Produktionskosten

Alle Unternehmen haben eines gemeinsam: Sie möchten rentabel sein.
Rentabel sein gelingt nur, wenn die Unternehmen ihre Ziele erreichen, welche sich oftmals in einem Umsatz, bzw. einem Gewinn widerspiegeln. Wenn die Produktionskosten von Unternehmen ansteigen, wie beispielsweise die Energiekosten oder die Lohnzahlungen, dann führt unweigerlich zu einem geringeren Gewinn. Der Verkaufspreis bleibt ja identisch, lediglich die Kosten sind angestiegen.
Da Unternehmen jedoch rentabel sein möchten, ist die logische Schlussfolgerung hiervon: Preiserhöhungen. Preiserhöhungen, die am Ende der Endverbraucher zahlen muss.

Eine Erhöhung der Geldmenge unterstützt eine Inflation

Wird die bestehende Geldmenge erhöht. so ist das ebenfalls ein Grund für die Inflation. In der Praxis kann die Zentralbank mit Hilfe von  Offenmarktoperationen die vorhandene Geldmenge erhöhen. Das geschieht, indem die Zentralbank Staats- und Unternehmensanleihen erwirbt und dadurch weitere Liquidität in den Markt einbringt. 

Aufgrund der zusätzlichen Liquidität freuen sich natürlich die Arbeitnehmer und die Unternehmen. Dadurch können sie nämlich mehr Güter nachfragen als vorher. Eine höhere Nachfrage wiederum führt zu einer Erhöhung der Preise.  

Wie kann eine Inflation gänzlich verhindert werden?

Leider gibt es keine Mittel und Wege, wie eine Inflation grundsätzlich und in Gänze verhindert werden kann. Früher gab es die Möglichkeit feste Wechselkurse zu definieren. Das hat jedoch lediglich dazu beigetragen, dass eine bestimmte Währung nicht weniger Wert als eine andere Währung ist. Von einem Inflationsschutz konnte hier jedoch nicht die Rede sein.
Durch den Vertrag von Maastricht im Jahr 1992 gab es jedoch schon mal einen vernünftigen Ansatz, um die Inflationsrate in Europa zu schützen. Eines der Kriterien dieses Vertrags besagt beispielsweise, dass ein Land nur unter bestimmten Voraussetzungen den Euro einführen darf:

  • Wenn die Inflationsrate des entsprechendes Landes nicht um mehr als  1,5 Prozentpunkte über die der drei preisstabilsten Mitgliedsstaaten liegt.

Wenn Sie sich die untere Grafik anschauen fragen Sie sich jetzt vielleicht, wieso es in der Praxis trotzdem zu größeren Abweichungen kommt? Das liegt daran, dass diese genannte Regelung keine Gültigkeit für die Mitgliedsstaaten hat, die sich bereits im Euro System befinden. Eine Übersicht der Inflationsrate finden der Europäischen Mitgliedsstaaten vom März 2021 finden Sie in folgender Grafik:

Quelle: de.statista.com

Wie können Sie sich vor einer Inflation schützen?

Auf den ersten Blick wirkt es so, als würde die Inflation Ihr Vermögen jedes Jahr ein Stückchen mehr "auffressen". Grundsätzlich tut sie dies auch. In der oberen Grafik sehen Sie sogar genau, um wie viel Prozent die Inflationsrate in der Europäischen Union Ihr gespartes Vermögen gesenkt hat. Doch es gibt Möglichkeiten, um sich und Ihr Vermögen genau davor zu schützen. Im Gegenteil sogar. Es gibt auch Möglichkeiten, bei denen Sie die Inflation sogar nutzen können um Ihr Vermögen nicht nur zu schützen, sondern sogar zu vermehren. 
Nachfolgende zeigen wir Ihnen drei Ansätze.

Geld anlegen

Sie können beispielsweise Ihr gespartes Geld in Wertpapiere oder Wertgegenstände anlegen, wo sich auf langfristiger Sicht der Wert erhöht. 
Ein Beispiel für Wertpapiere wären  Unternehmensanteile in Form von Aktien oder in Form von ETF Sparplänen. Dabei sollten Sie jedoch berücksichtigen, dass bei Aktien immer auch ein klein wenig Risiko dabei ist, da man nie voraussagen kann, wie sich der Wert eines Unternehmens entwickelt.

Wichtig ist hierbei jedoch, dass Sie bei Ihrem Investment definitiv langfristig denken. Waren Buffet, einer der erfolgreichsten Investoren der Welt, empfiehlt bei Aktieninvestments beispielsweise 10 Jahre im Voraus zu denken. Nur so können Sie sich wirklich vor der Inflation in Europa schützen. Es kann immer wieder Jahre geben, in denen es bei bestimmten Unternehmen nicht gut läuft. Doch darauf hin wird in der Regel auch wieder eine rentable Zeit folgen. Deswegen empfiehlt es sich hier das Geld langfristig.
Ein Beispiel, welches das gut aufzeigt, ist der DAX Kurs. Schauen Sie sich den Kurs entsprechend an und Sie werden feststellen, dass es zwar Jahre gab, an denen der Kurz gestürzt ist. Aber auf langfristiger Sicht (10 Jahre) ist der Kurs  ingesamt immer wieder gestiegen.

In Immobilien investieren

Eines der besten, leider aber auch zeitintensivsten Möglichkeiten um sein Geld vor einer Inflation zu schützen, sind Immobilien als Kapitalanlage.

Warum sind Immobilien als Kapitalanlage  eine der besten Möglichkeiten, um sich vor einer Inflation zu schützen?

Weiter oben haben wir erwähnt, wie sich eine Inflation zusammen setzt. Zusammenfassend entsteht eine Inflation immer dann, wenn aufgrund einer höheren Nachfrage die Preise angehoben werden. 
Jedes Jahr gibt es ca. 1% mehr Menschen auf dieser Welt (Genauere Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung können Sie unter der entsprechenden Verlinkung nachlesen). Was auf der Welt aber nicht steigen wird, sind die zur Verfügung stehenden Grundflächen. Damit verbunden also die zur Verfügung stehen Wohnfläche!

Genau dieses Verhältnis von Angebot und Nachfrage führt dazu, dass Immobilien jedes Jahr an Wert dazu gewinnen. Das schöne daran ist, dass die Wertentwicklung nicht nur auf das eigen investierte Kapital greift, sondern auch auf das Fremdkapital, bzw. dem gesamten Wert der Immobilie.

Unter folgendem Beitrag können Sie mehr zu den Pro- und Contras für  Immobilien als Kapital erfahren, sofern Sie das interessiert: Immobilie als Kapitalanlage sinnvoll?

Passives Einkommen aufbauen 

Eine weitere Möglichkeit, um sich vor einer Inflation zu schützen, ist ein System zu erschaffen, mit dem Sie regelmäßig passives Einkommen aufbauen können.
Ein passives Einkommen ist im Grunde genommen ein System, welches auch dann für Sie Geld erwirtschaftet, wenn Sie nicht aktiv dafür arbeiten. Sie können Ihr Kapital beispielsweise versuchen in genau solch ein System / solch eine Idee zu investieren. Doch auch hier schonmal eine Info vorab: Es ist sehr zeitaufwendig.

Unter dem folgenden Beitrag finden Sie 10 Möglichkeiten, wie Sie sich ein passives Einkommen neben dem Beruf aufbauen.

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